EBD

Posted by tasch_s Category: Alternativen

 

„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“

Dieser Satz eines Schriftstellers passt in die heutige Zeit wie die Faust ins Auge. Noch vor 20 Jahren spielte sich unser Leben im unmittelbaren Umfeld ab. Man ging in den Kindergarten, danach zur Schule, lernte einen Beruf und starb. Dazwischen traf man sich mit Freunden aus dem Dorf, lernte seine Frau auf der Kirmes kennen, bekam 1- 7 Kinder und erzog sie nach Gefühl. Neuigkeiten bekam man aus der lokalen Tageszeitung. Da wurde der umgestoßene Grabstein im Nachbardorf schon mal zum Wochenaufreger. Wenn man krank war, ging man vertrauensvoll zum Dorfarzt, der einen mit einer Handvoll Pillen wieder nach Hause schickte. Chefs und Eltern waren Respektspersonen, denen man nicht zu widersprechen hatte, ansonsten drohte die Kündigung oder Hausarrest. Letztendlich ging man einen sehr geraden Lebensweg und vertraute seiner Intuition.

20 Jahre später stecken wir mitten im digitalen Zeitalter und haben nun das Desaster.

Alle damaligen Werte haben keine Bedeutung mehr. Jeder kann alles haben, sehen, sein und tun. Wenn du dich dazu entscheidest, eine Dragqueen zu werden, erstellst du dir ein Facebook Profil und bist ab diesen Zeitpunkt eine Dragqueen. Natürlich bekommst du dann die Meinungen aller um die Ohren gepfeffert und entscheidest dich dann doch lieber, rechtsradikal zu werden oder Youtuber oder Fernsehstar. Freunde aus aller Welt findest du auch zu tausenden in den sozialen Netzwerken, willst du Sex, gehst du auf Tinder.

Informationen und Missstände dieser Welt bekommt man im Minutentakt auf sein Handy geschickt. So erfährst du zwischen Katzenvideos und tanzenden Schlümpfen, dass es wahrscheinlich bald ein Ende hat mit diesem Planeten. Umweltkatastrophen vernichten unsere Erde, wenn die nicht, dann unsere Dieselautos. Essen macht krank, außer du isst das und das und das und das nicht. In tausenden von Zeitschriften, Büchern, Blogs und Videos wird dir gesagt, welche Trends gerade angesagt sind, wie du aussehen, riechen, schmecken, atmen, laufen, lieben sollst. Die Schulmedizin, damals noch das goldene Pferd, wird heute nur noch belächelt. Ärzte haben keine Bedeutung mehr, denn jeder hat sich ja im Internet informiert und ist sein eigener Arzt. Führungskräfte haben aufgehört zu führen, Kinder lassen sich von ihren Eltern nix mehr sagen, das Schulsystem weht wie ein Fähnchen im Wind. Schwankend läufst du durch die Welt und suchst Halt. Suchst verzweifelt irgendetwas, das noch Bestand hat.

Onkel Gerd (mittlerweile schon über 70) sagte mal zu mir:

Du musst vorangehen, deiner Familie Rückhalt geben!

Heute verstehe ich, was er mir mit seinen Worten mitgeben wollte, denn meine letzten Jahre waren eine Art Achterbahnfahrt. Auch ich bin jedem Trend hinterher gelaufen, die Meinungen anderer zählte mindestens doppelt so viel als meine eigene. Dinge, die im Internet standen, waren Dogmen für mich, die ich auf der Stelle umgesetzt habe. Da ich in meiner Heimat und auch heute noch oft als Spinner, Exot oder Esoteriker verurteilt werde, schlug ich fast Purzelbäume, um es allen Recht zu machen. Dieser Kampf und das ständige Wechseln der Lebenseinstellungen hat mich irgendwann müde und krank gemacht.

In einer derartigen chaotischen Zeit brauchst du etwas, an dem du dich festhalten kannst. Einen Stern, der dich auf deinem Weg leitet. EBD wäre eine Möglichkeit. Drei Buchstaben, die mein Leben komplett verändert haben. EBD steht in einem kleinen Buch auf meinem Nachtisch und wird täglich aktualisiert. Bevor ich jedoch auflöse, was es mit diesen mysteriösen Buchstaben auf sich hat, muss ich euch noch etwas Wichtiges mitgeben. Seht EBD bitte nicht als Dogma, sonst macht es euch eng und fest. EBD sollte eher mit Freiheit und Leichtigkeit verfolgt werden. Meine Yogalehrerin Regina erklärte es so:

Noch bevor der Kompass erfunden wurde, orientierten sich die Sehfahrer an einem Stern. Er gab ihnen eine grobe Richtung vor. Auf den Weg dorthin fuhr das Boot sicher Schlangenlinien, jedoch verlor es nie die eigentliche Ausrichtung auf das Ziel. Genauso solltet ihr EBD angehen. So, nun zur Auflösung.

EBD bedeutet nichts anderes als Ernährung, Bewegung und Denken.

Diese drei Worte stehen ausschlaggebend für ein glückliches Leben. Du musst sie nur mit Leben füllen und anschließend vertrauensvoll verfolgen. Wie das geht oder gehen kann, habe ich in meinen weiteren Zeilen verfasst.

Ernährung

Essen ist heutzutage „leider“ immer und überall verfügbar und jedes Lebensmittel dieser Welt kann man im Supermarkt um die Ecke kaufen. Durch die Vielfalt der Produkte entsteht immer größere Unsicherheit. Täglich gibt es neue Bücher, Videos, Ernährungsgurus und Zeitschriften, die eine Ernährungsform verkaufen wollen. Das treibt die Unsicherheit noch weiter nach oben. Ich fahre zurzeit sehr gut damit, dem Ganzen keine große Bedeutung zu schenken. Mein Tipp: Ernähre dich so, wie es Opa und Oma getan haben 🙂 Versuche echte Lebensmittel zu essen und iss nur dann, wenn du Hunger hast. Das musste ich auch erst wieder lernen. Niemand braucht zwingend 4 Mahlzeiten am Tag und das auch noch zu festen Zeiten. Lieber mal darauf verzichten, um dafür dann mit Leidenschaft zu essen. Weniger ist Mehr!

Wenn du deinen Körper wieder spüren lernst, sagt er dir ganz eindeutig, welche Lebensmittel und welche Form der Ernährung dir gut tun. Viele wechseln ihre Ernährungsformen wie Unterwäsche und wundern sich dann, wenn sie Verstopfungen oder Durchfall bekommen. Anderen ist es scheißegal, Hauptsache es schmeckt. Wenn ihr im Supermarkt einkaufen geht, könnt ihr 80% aller Dinge links liegen lassen. Am besten kauft LEBENSMITTEL! Produkte, in denen Leben steckt. Dazu zähle ich Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Käse, Jogurt, usw. Wenn ihr diese frisch zubereitet, werden sie euch mit Energie versorgen, die ihr für den Tag braucht.

Soweit es geht, versucht regional und saisonal zu essen. Ich bin großer Fan von Wochenmärkten, denn dort bekommt man hauptsächlich Produkte von regionalen Anbietern, die frisch geerntet wurden. Kocht frisch und mit Liebe und esst mit Genuss. Diese Ernährungsform kann dich dein Leben lang begleiten, egal was dir andere raten. Wenn mal eine Feier ansteht, trinkt auch mal ein Glas Wein, esst eine Pizza oder Schokolade. Und am nächsten Tag bringst du das Schiff wieder auf Kurs 😉.

Über Ernährung und Wochenmärkte, habe ich HIER schonmal einen Blog geschrieben. 

Bewegung

Im Bereich Bewegung ist es ähnlich. Jeden Tag gibt es eine neue Trendsportart, die DAS Ding für deinen Körper ist. Dabei ist vieles übertrieben, oft einseitig oder monoton. Was kann der Mensch schon seit Urzeiten: Laufen, Klettern, Schwimmen. Man muss nicht zwangsläufig einen 2 Jahresvertrag abschließen, um sich in überfüllten Studios an den Geräten zu quälen. Ein paar Übungen mit dem eigenen Körpergewicht reichen vollkommen aus. Wenn du kein Bock auf so etwas hast, geh einfach spazieren. Laufen kannst du bis ins hohe Alter. Hauptsache du tust überhaupt etwas. Der Körper verzeiht dir alles, nur das Sitzen nicht 😉

An erster Stelle sollte der Spaß stehen. Der Rest passiert von allein. Wenn ich euch noch ein Tipp auf den Weg geben darf: Stellt eure Optik nicht immer in den Vordergrund. Meine Yogalehrerin sagt immer sehr schön Form follows Function. Veränderungen kommen irgendwann. Eher mit Gelassenheit. Ich mache jeden Tag ein wenig Yoga, laufe 2-3x die Woche und gehe oft mit meiner Frau spazieren. Spazieren gehen ist oft der Anfang für ein bewegtes Leben. Wenn du dich dafür nur schwer vom Sofa aufraffen kannst, kauf dir einen Hund 😊.

Einen Anfänger-Laufplan, findest du in DIESEM Blog. 

Denken

Dies ist der wichtigste Punkt, der darüber entscheidet, ob du ein glückliches Leben führen kannst. Mit den falschen Gedanken kannst du deinen Körper ruinieren! Dieses habe ich am eigenen Leibe erfahren. Gedanken sind wie Muskeln, die man trainieren muss. Ohne Meditation und Achtsamkeit kommt man heute nur noch schwer durchs Leben. Auf uns prasseln einfach zu viele Informationen ein. Meditation heißt nicht nur, in der Ecke zu sitzen. Es kann auch meditatives Laufen, Angeln, Spazieren gehen, ein Instrument spielen und vieles Weitere sein. „Den Geist nach Hause holen!“, sage ich immer. Durch das Meditieren ist mir bewusst geworden, dass ich nicht meine Gedanken bin. All die Katastrophenszenarien, die mir mein Kopf zusammenspinnt, haben gar nichts mit meinem Leben zutun. Ab diesem Punkt hatte Angst keine Bedeutung mehr. Ich konnte gelassen durchs Leben gehen. Unter den Punkt „Denken“ zähle ich auch Dinge wie: sich nicht von Anderen beeinflussen zu lassen, sich von Medien fern zu halten, seine Werte zu kennen, sich mit Menschen zu umgeben, die einem gut tun.

Willst du mehr über Achtsamkeit und Meditation erfahren, klicke HIER

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in die Kommentare schreibt, was euer Lebensweg ist und wo ihr noch auf der Suche seid.

 

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